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  • Milana Spaan

Wenn es einfach zu viel ist!

Kennst du das Gefühl, wenn einfach alles zu viel ist?

Das Licht zu hell, die Geräusche zu laut, die Kleidung stört und überhaupt ist gerade alles nicht so, wie es sein müsste.


Vor einigen Wochen ging es mir genau so!

Egal was ich empfand, egal welcher Reiz im Außen war, es war mir alles zu viel.

Ich konnte nichts mehr filtern und sämtliche Informationen prasselten ungefiltert auf mich ein.


Abgrenzung? Fehlanzeige!


Und obwohl ich dieses Mustern schon allzu gut aus den letzten Jahren kenne, habe ich es zu dem Zeitpunkt nicht geschafft die Stopptaste zu drücken.

Ich war gefangen im Hamsterrad aus :


MUSS

GEHT JETZT NICHT

SPÄTER

ERST DIE ANDEREN, DANN ICH


Naja, was soll ich sagen?

Ich habe erst angefangen hinzuschauen, als die Symptome wieder laut wurden.

Als mein Gesicht wieder zu schmerzen begann, ich Kopfschmerzen bekam, die kaum auszuhalten waren und es mir insgesamt wieder psychisch und emotional richtig schlecht ging.


Und dann bekam ich Angst!


Geht jetzt alles wieder los?

Wird das ein Schub?

Ist das schon ein Schub?


Als ich das bemerkte, begann der Prozess.

Angst sollte mich und meine Entscheidungen nicht mehr bestimmen!

Und zum Glück war da meine Freundin, die mir, wie so oft schon, im richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen gestellt hat.

Denn, obwohl ich schon vieles erlebt und selbst gefühlt habe, verliere ich in solchen Momenten den Überblick und den Zugang zu dem, was eigentlich los ist.

Die Angst und Sorge nimmt überhand und alte Muster werden abgespielt, weil sie doch so sicher sind.


Aber genau diese Mustern haben mich mal wieder in diese Situation gebracht.

Denn sie haben sich ganz still und heimlich in meinen Alltag eingeschlichen und in den alten Teufelskreis aus "Leistung" hinein manövriert .


Und so begann ich zu reflektieren was eigentlich los ist?


Was will mir mein Körper zeigen?

Wo habe ich mich übergangen?

Wo und wann war/bin ich zu hart mit mir und erlaube mir meinen Freiraum nicht?

Was mache ich FÜR mich?


Ich merkte, dass ich mich wieder ganz schön weit hinten an gestellt habe und vor allem, dass ich wieder unfassbar viel von mir erwartet habe.

Nirgends durfte ich scheitern und schon gar nicht nachgeben.

Aufgaben abgeben? Hilfe holen? Ich doch nicht!


Weit gefehlt! Ich brauchte Hilfe.

So bat ich meinen Mann wieder um mehr Unterstützung.

Wir strukturierten unseren Alltag wieder etwas um und ich nahm mir endlich wieder Raum und Zeit für mich.

Für meine Yoga-Praxis, tanzen, telefonieren mit Herzmenschen, lesen, journaling, ätherische Öle und vieles mehr.





Es wurde besser und leichter.

Die Schmerzen weniger und mein Gefühl wieder kraftvoller.

In dem ich mir den Raum und die Ruhe schenkte, wieder bei mir und dem was ich eigentlich brauchte anzukommen, kamen Impulse, Ideen und Pläne zu mir, die mich voll und ganz mitrissen und nun darauf warten ihren eigenen Raum zu finden und Realität werden zu dürfen.


Wieder einmal habe ich gelernt, dass ich den Blick immer auch auf mich, meine Bedürfnisse und mein Wohlergehen richten darf.

Ohne schlechtes Gewissen und ohne Scham.

Denn das brauche ich einfach, um bei mir sein zu können.

Um in meiner Kraft zu sein, damit ich die Frau, die Mutter, die Freundin sein kann, die ich sein möchte.

Und damit ich andere Menschen auf ihrem Weg begleiten kann.

Denn nur dann kann ich etwas geben.

Aus einem leeren Fass lässt sich kein Wasser schöpfen.

So braucht es ein immer währendes auffüllen und nähren meiner selbst.


Unterstützung dabei zu haben ist etwas so wertvolles und kostbares.

Ob es der Partner, die Freundin, die Familie oder eben jemand von außen ist. Ganz gleich!


Wenn du spürst, dass auch dir alles zu viel ist, bitte um Unterstützung!

Warte nicht bis dein Körper es dir zeigt, sondern lerne aus meinem Fehler.

Oder mach deine eigenen, wenn es für dich wichtig und wertvoll ist.

Manches müssen wir einfach auch selbst erfahren.

Aber vielleicht erinnerst du dich dann an mich, diese Zeilen und findest deinen eigenen Weg schneller und leichter aus der Situation.


Ich glaube tatsächlich, dass ich wieder in diese Falle tappen musste, um zu erkennen, was noch alles im Verborgenen schlummert.

So vieles ist dadurch noch einmal in mein Bewusstsein gekommen.

Durfte gesehen und angenommen werden.


Ich könnte nicht dankbarer sein!!!


Alles hat sein Gutes und Schlechtes!

Es existieren immer beide Seiten der Münze.

Wenn wir am Ende jedoch das Gute sehen können, gestärkt, voller Kraft, Mut und Liebe aus dem Geschehen herauskommen, haben wir einen unfassbar großen Schritt gemacht.

Vieles gelernt, erlebt und wahrgenommen.

Diese Zeiten, in denen es uns schlecht geht, sind fordernd, bieten uns aber auch so viel Raum für Wachstum und Erkenntnis.

Die Frage ist nur:


Möchtest du diesen Weg gehen?

Bist du bereit?

Bist du es dir selbst wert, die Verantwortung für dich und dein Leben zu übernehmen?


Gehe in dich, spüre was da ist und was du brauchst.

Sieh deine Facetten und all die bunten Farben die gelebt werden möchten.

Und dann entscheide dich.

Ganz intuitiv.

Wohin darf dich das Leben mitreißen?



Wenn du dir Unterstützung von außen und jemandem wünschst, der diesen Weg schon geht, melde dich gerne bei mir!