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  • Milana Spaan

Mein Warum!

Aktualisiert: 25. März 2021

Vor einigen Jahren wurde mein Leben ziemlich durchgerüttelt.

Jahrelang hatte ich immer wieder verschiedenste körperliche Symptome, die medizinisch nicht erfasst werden konnten.

Ständig wurde mir gesagt, ich hätte bestimmt Stress und müsse was daran ändern.

Ich selbst habe es aber gar nicht so erlebt. Für mich war das alles gar nicht zu begreifen.


Da war ich 18 Jahre alt, machte Abi, liebte es zum Ballett zu gehen und mit meinen Freunden zusammen zu sein. Klar, ich musste lernen, aber sonst? Das sollte all das auslösen?

Für mich war das nicht zu verstehen.


Nach einiger Zeit wurden die Symptome weniger und alles war irgendwie wieder in Ordnung. Aber das Vertrauen meines Umfeldes hatte sich verändert. Galt ich doch plötzlich als Simulantin, Hypochonder und noch vieles mehr. Ich wurde von Ärzten und vielen anderen Menschen in meinem Umfeld einfach nicht mehr für voll genommen.

Wenn die Symptome ECHT wären, müsste die Medizin sie doch nachweisen und etwas dagegen machen können.

So war es bei mir aber nicht!


Ich begann meine Ausbildung zur Physiotherapeutin und nach einiger Zeit ging es mir wieder schlechter. Ich hatte wieder ausgeprägte motorische und sensible Symptome.

Wieder fanden die Ärzte NICHTS.

Wieder war ich diejenige, die all das zu erfinden schien.

Wieder war das Vertrauen der Menschen um mich herum erschüttert.

Wieder verlor ich Freundschaften.

Wieder war ich die, die ja einfach nur Aufmerksamkeit wollte.

Wieder brach meine Welt ein Stück zusammen und ich verstand nicht was mit mir passierte.


All das ließ meine Symptome nur noch schlimmer werden und ich wurde immer verzweifelter. Hatte ich wirklich einfach nur einen an der Waffel und bildete mir das ein?

Aber die Schmerzen waren doch da! Und mein Arm gehorchte mir auch nicht richtig!

Diese Ungewissheit löste in mir enormen Stress aus, der wiederum natürlich alles verstärkte.

Das habe ich zu diesem Zeitpunkt verstanden. Musste es doch aber einen Auslöser für all das geben. Denn der Stress entstand ja durch das, was danach geschah.


Ich resignierte. Zog mich in gewisser Weise zurück. Erzählte nicht mehr von meinen Empfindungen und Problemen und passte mich einfach an. Mir glaubte ja doch keiner.


Das ging einige Jahre gut. Ich hatte immer wieder Beschwerden, konnte sie aber gut verstecken. Mein Leben funktionierte irgendwie. Bis mein Körper und meine Seele entschieden das sie nicht mehr konnten.


Mir ging es rasant schlechter. Ich hatte Neuralgien in Gesicht und Arm, konnte nicht mehr geradeaus laufen, ständig Schwindel und die Schmerzen machten mich fast wahnsinnig.


Das konnte niemand mehr übersehen oder hinnehmen.

Also wurde ich im Krankenhaus aufgenommen und durchlief viele Untersuchungen. Zunächst fanden sie auch hier wieder keine plausiblen Erklärungen. Ich hatte wirklich Angst schon wieder abgewiesen und nicht ernst genommen zu werden.

Dann kam ein Arzt und fragte mich nach vergangen Episoden, die sich ähnlich angefühlt haben. Ich berichtete ihm von den letzten Jahren. Dem kommen und gehen der Beschwerden, das manche geblieben sind und andere einfach wieder nach einer Weile verschwanden.


Für mich fühlte sich das was dann kam gleichermaßen erleichternd wie erschreckend an.


Er äußerte den Verdacht Multiple Sklerose und das viele Patienten erst nach Jahren diagnostiziert werden, da die Symptome so unterschiedlich und in manchen Fällen auch nicht eindeutig erkennbar sind.


Ich will nicht sagen ich war froh über die Diagnose, aber ich war erleichtert, dass es endlich eine Erklärung für all das geben sollte.


Ich wurde mit Cortison behandelt, die Symptome bildeten sich zurück und es ging mir deutlich besser.



Seitdem hatte ich noch zwei solcher Schübe, in denen es mir sehr schlecht ging, aus denen ich aber immer wieder gestärkt hervorging.


Denn sie haben mir gezeigt was für mich wirklich wichtig ist, was meine Werte sind und mir den Weg zu mir bereitet.

Ich glaube fest daran, dass ich ohne all das nicht die wäre die ich bin und mich nicht so intensiv auf den Weg gemacht hätte.


Was mir geholfen hat, war zu spüren und anzuerkennen wo ich zu hart und zu streng mit mir war. Wo ich mich und meinen Körper massiv übergangen und nicht auf die Signale geachtet habe.


Yoga hat mir geholfen, meinen Körper wirklich spüren zu lernen und die Stimme in mir leichter hören zu können. So nehme ich heute viel schneller wahr, was mein Körper braucht und spüre intuitiv wie ich ihm das geben kann.

Das ist definitiv nicht immer einfach, aber auch das sehe ich als Weg und lerne, mich selbst wichtig genug zu nehmen, mir das zu schenken und gut für mich zu sorgen.


Coaching ist erst später Teil meines Prozesses geworden. Ich habe, während einer Zeit starker Panikattacken, Feinstoffbehandlungen machen lassen, die auch Elemente aus dem Coaching beinhaltet haben. Aber so richtig begonnen das aufzuarbeiten und zu verstehen was hinter allem steht und welche Muster in meinem Alltag mich den Blick auf mich verlieren lassen, das kam erst vor knapp 1 1/2 Jahren dazu. EFT basierte Klopfakkupressur ist für mich so wertvoll geworden, da ich mich nicht nur intensiv mit meinem Unterbewusstsein auseinander setzen kann, sondern eben auch all die alten energetischen und emotionalen Blockaden aufarbeiten und lösen kann, sodass ich Stück für Stück immer mehr in meine Kraft komme und das was mich ausmacht mehr und mehr leben kann.


Ätherische Öle runden das Ganze für mich heute ab. Jeden Tag spüre ich nach, was ich brauche und wo ich Unterstützung benötige. Demnach wähle ich meine Öle aus. Selbstwertschätzung, Selbstbewusstsein und Akzeptanz haben eine ganz neue Rolle für mich eingenommen. Die Öle sind für mich eine emotionale Stütze, und mein emotionaler Notfallkoffer. Aber auch auf körperlicher Ebene sind sie wundervolle Helfer.


Wenn ich heute Symptome bekomme, sorge ich ganz anders für mich. Ich sehe wo ich mich zu sehr fordere und übergehe, ich habe die Klopfakkupressur um mich zu unterstützen, Yoga und Meditation um meinem Körper und meinem Geist einen Ausgleich zu schenken und die Öle um mich emotional und körperlich auf einer feineren Ebene und von innen heraus zu halten und stärken.


Ich habe die klassische medikamentöse Therapie damals bewusst abgelehnt, da für mich ganz klar zu erkennen war, dass mein Weg einfach ein anderer sein wird und ich all das was war und heute ist, als Wegweiser zu mir und einem achtsamen, liebevollen und wertschätzenden Leben mir selbst gegenüber dient.


Das war und ist mein Weg. Für mich fühlt er sich richtig an. Auch wenn es nicht immer leicht ist ihn zu gehen, so spüre ich, dass es wichtig ist, alle Höhen und Tiefen zu erfahren. Die bunten und die dunklen Farben zu sehen und alle Facetten des Lebens und Fühlens da sein zu lassen und aus ihnen heraus ein Leben zu erschaffen, das für mich einfach schön und lebenswert ist.


Und genau darin sehe ich unsere große Chance. Wenn wir lernen die Widrigkeiten des Lebens FÜR uns zu nutzen und sie als Wegweiser verstehen, können wir es schaffen ein Leben zu führen das sich gut und richtig anfühlt. Diese Sichtweise macht die Probleme die uns umgeben nicht ungeschehen und dennoch verändert sich unsere Haltung massiv.

Denn nun sind wir allem nicht mehr hilflos und schutzlos ausgeliefert, sondern können entscheiden wie wir die Probleme angehen, lösen und für uns nutzen möchten.

Und darin liegt in meinen Augen ganz viel Potenzial und eine riesengroße Chance!


Vielleicht hast du einen ähnlichen Weg hinter dir und magst etwas davon mit mir teilen oder du bist einen ganz anderen Weg gegangen, der aber für dich wertvoll war. Dann lass mir gerne ein paar Zeilen als Kommentar von dir hier.

Falls du Fragen hast, stelle auch diese gern.

Und wenn du dich von mir auf deinem Weg zu dir unterstützen lassen möchtest, melde dich!


Ich wünsche dir alles Liebe und das du all die wundervollen Farben und Facetten deines Lebens lieben lernst!


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